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  • Südliche Eichenschrecke

    Die südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale) ist mittlerweile vielerorts häufiger als ihre heimische Schwesterart (Meconema thalassinum)

  • Asiatischer Bambusbockkäfer

    Der Asiatische Bambusbock wird oft in Baumärkten und Gartencentern bei Bambusprodukten gefunden.

  • Asiatische Hornisse

    Die Astiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde 2019 das erste mal in Hamburg nachgewiesen und breitet sich seitdem in der Stadt aus.

NEUE ARTEN IN NORDDEUTSCHLAND UND UMGEBUNG

Aktuell erleben wir eine weltweite Veränderung beziehungsweise Verschiebung der Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten. Im Zuge des Klimawandels können sich Arten beispielsweise aus ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten in neue Länder und Ökosysteme ausbreiten. Gleichzeitig werden Arten unter anderem durch die voranschreitende Globalisierung (Tourismus, internationaler Handel) versehentlich in neue Gebiete eingeführt. Die meisten Arten haben vermutlich keinen oder nur sehr geringen Einfluss auf die heimischen Ökosysteme. Lediglich ein kleiner Anteil dieser Arten kann auch invasiv werden, also negative Einflüsse auf das Gebiet in das sie eingewandert sind.

In Europa kommen inzwischen weit über 12.000 gebietsfremde Arten vor. Nach aktuellen Schätzungen sind bis zu 15 Prozent davon als invasiv anzusehen. Als invasiv werden gebietsfremde Arten bezeichnet, die durch menschliche Handlungen nach Europa eingebracht worden sind sowie sich dauerhaft in Europa etablieren und vermehren könnten. Damit einhergehend könnten sie durch Einflüsse auf Nahrungsnetze, Konkurrenzverhältnisse und  Krankheiten heimische Tier- und Pflanzenarten verdrängen oder sogar ganze Ökosysteme schädigen. Nach Angaben der Europäischen Kommission verursachen invasive gebietsfremde Arten, die nur eine Teilmenge der gebietsfremden Arten darstellen, in der Europäischen Union bereits einen jährlichen Schaden von mehr als 12 Mrd. Euro.

Gleichzeitig breiten sich Arten, vor allem bedingt durch den Klimawandel, auch auf natürlichem Wege aus. Von diesen sich ändernden klimatischen Bedingungen profitieren in der Regel wärmeliebende Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt ursprünglich in Süd- oder Osteuropa hatten. Diese Arten dehnen ihr Verbreitungsgebiet nun zunehmend nach Norden und Westen aus und können dann ebenfalls in Konkurrenz zu etablierten Arten treten.

In Hamburg werden zum einen viele gebietsfremde Arten versehentlich zum Beispiel über den internationalen Hafen importiert und gleichzeitig erreichen Arten auf natürlichem Wege die Hansestadt. Das Wissen über diese neuen Arten in Hamburg ist weitestgehend unbekannt. Dieses Projekt soll dazu beitragen, die Anzahl, Diversität und Verbreitung der neuen Arten in Hamburg zu dokumentieren.

NEUE SÄUGETIERE

Nutria

Die Nutria, auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt, stammt ursprünglich aus Südamerika und ist in Deutschland eine invasive gebietsfremde Art und…

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NEUE REPTILIEN

Buchstaben-Schmuckschildkröte

Die Buchstaben-Schmuckschildkröte stammt ursprünglich aus Nordamerika. Eingeführte Populationen gibt es mittlerweile weltweit in verschiedenen…

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NEUE INSEKTEN

Rhododendronzikade

Die Rhododendronzikade wurde erstmalig 2003 in Deutschland (Münster) nachgewiesen und hat sich als gebietsfremde Art in den letzten Jahren weiter…

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Helfen Sie mit!

Indem Sie Funde von neuen Arten in Norddeutschland auf dieser Seite melden, können Sie als Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mithelfen, die Tierwelt unserer Stadt besser zu verstehen!