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Mittelmeer-Ackerschnecke Deroceras invadensReise, Hutchinson, Schunack & Schlitt, 2011




Status

Die invasive Mittelmeer-Ackerschnecke wurde erst 2011 von der ähnlichen, auf Sizilien und Malta beschränkten Art Deroceras panormitanum (Lessona & Pollonera, 1882) abgegrenzt. In Deutschland konnte die Art im Freiland erstmalig 1977 in Bayern nachgewiesen werden (Falkner, 1979). Der erste Nachweis im Freiland in Hamburg erfolgte 2001 (Glöer & Hausdorf, 2001). Inzwischen ist die Art im Kulturland verbreitet und häufig.


Aussehen

Die Mittelmeer-Ackerschnecke kann gestreckt eine Länge von bis zu 35 mm erreichen. Sie ist dünnhäutig, bräunlich gefärbt und hat häufig ein unregelmäßiges dunkles Fleckenmuster. Um die Atemöffnung befindet sich ein heller Rand. Der Schwanz ist länger als der Mantel. Am Schwanzende befindet sich ein kurzer, hinten steil abgestumpfter Kiel. Die Tiere bewegen sich schnell und schlagen mit dem Schwanz, wenn sie gestört werden. Die Mittelmeer-Ackerschnecke kann gestreckt eine Länge von bis zu 35 mm erreichen. Sie ist dünnhäutig, bräunlich gefärbt und hat häufig ein unregelmäßiges dunkles Fleckenmuster. Um die Atemöffnung befindet sich ein heller Rand. Der Schwanz ist länger als der Mantel. Am Schwanzende befindet sich ein kurzer, hinten steil abgestumpfter Kiel. Die Tiere bewegen sich schnell und schlagen mit dem Schwanz, wenn sie gestört werden.


Verbreitung

Die Art stammt ursprünglich aus Süditalien und Sizilien und hat sich im vergangenen Jahrhundert über Süd- und Westeuropa ausgebreitet. Sie wurde auch nach Nord- und Südamerika, Afrika, Australien und Neuseeland verschleppt (Hutchinson et al., 2014).


Lokale Verbreitung



Lebensweise

Die Mittelmeer-Ackerschnecke besiedelt vor allem anthropogen geprägte Lebensräume wie Gärten, Parkanlagen, Felder oder Ruderalflächen. Die Art ist einjährig und ernährt sich auch von grünen Pflanzenteilen.


Bedeutung für das Ökosystem und für den Menschen

Besonders bei massenhaftem Auftreten kann die Mittelmeer-Ackerschnecke zu einem bedeutenden Schädling in Gärten und Feldern werden.


Ähnliche Arten

Die Mittelmeer-Ackerschnecke unterscheidet sich von dem ebenfalls bräunlichen Wasserschnegel (Deroceras laeve) durch den hellen Rand um die Atemöffnung und den längeren Schwanz, der bei dem Wasserschnegel etwa gleich lang oder kürzer als der Mantel ist. Die im Kulturland häufige Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum) ist größer und cremefarben, meist mit einer dunklen Netz- oder Fleckenzeichnung. Eine zuverlässige Unterscheidung der Mittelmeer-Ackerschnecke von anderen Ackerschnecken ist jedoch nur durch eine anatomische Untersuchung möglich (Rowson et al., 2014).


Publikationen

Falkner, G (1979): Ein Freilandvorkommen von Deroceras (D.) panormitanum (Lessona & Pollonera) [= D. caruanae (Pollonera)] in Deutschland. Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau. §: 242

Glöer, P., Hausdorf, B. (2001): Erstnachweise von Marstoniopsis scholtzi (A. Schmidt 1856) und Deroceras panormitanum (Lessona & Pollonera 1882) für Hamburg. Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft. 66: 9 - 12

Hutchinson, J.M.C., Reise, H., Robinson, D (2014): A biography of an invasive terrestrial slug: the spread, distribution and habitat of Deroceras invadens. NeoBiota. 23: 17 - 64

Rowson, B., Turner, J., Anderson, R., Symondson, B. (2014): Slugs of Britain and Ireland. Identification, understanding and control. Telford (FSC Publications).