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Signalkrebs Pacifastacus leniusculus(Dana, 1852)




Status

Der Signalkrebs wurde das erste Mal 1972 durch die Fischerei in Deutschland eingeführt. Er ist in Deutschland etabliert und weit verbreitet. Für Hamburg liegen bislang keine gesicherten Nachweise vor. Allerdings liegen in direkter Nachbarschaft in Schleswig-Holstein und Niedersachsen Funde vor, sodass eine Ausbreitung nach Hamburg möglich ist.


Aussehen

Die Männchen sind mit ca. 16 cm Körperlänge und einem Körpergewicht von bis zu 200 g schwerer als die Weibchen, die nur ca. 12 cm lang werden und um die 80 g wiegen. Der Krebs ist braun bis oliv-braun gefärbt. Namensgebend ist der helle (türkis-weiße) Fleck an der Scherenoberseite. Es gibt jedoch auch Exemplare, bei denen der Fleck nicht ausgeprägt ist. Zusätzlich ist die Unterseite der Scheren rot und dient als Warnung, wenn der Krebs seine Scheren hebt.


Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Signalkrebses ist der Westen Kanadas sowie der Nord- und Südwesten der Vereinigten Staaten. In Europa ist er mittlerweile häufig anzutreffen.


Lokale Verbreitung



Lebensweise

Der Signalkrebs ist ein Allesfresser. Man findet ihn häufig in Fließgewässern, aber auch in Stillgewässern. Wie die meisten Flusskrebse gräbt auch der Signalkrebs Höhlen und man kann ihn unter Steinen oder zwischen Ästen finden. Die Weibchen legen bis zu 400 Eier und sind nach 1-3 Jahren geschlechtsreif. Die Tiere können 8 bis 11 Jahre alt werden.


Bedeutung für das Ökosystem und für den Menschen

Der Signalkrebs ist Überträger der Krebspest, eine Krankheit, die für die europäischen Flusskrebse tödlich enden kann. Der Signalkrebs ist dabei selbst immun gegenüber der Krankheit. Zusätzlich ist er aggressiv und greift sogar Artgenossen an. Außerdem jagt und verdrängt er junge Salmoniden und benthische Fische.


Ähnliche Arten

Der Signalkrebs sieht dem Edelkrebs (Astracus astracus) ähnlich, ist jedoch etwas kleiner. Zusätzlich kann man ihn an den kleinen Dornen hinter der Nackenfurche vom Edelkrebs unterscheiden. Auffällig ist außerdem die blau-grüne Färbung an den Scheren.


Publikationen

Rabitsch, W., & Nehring, S. (2017): Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde aquatische Pilze, Niedere Pflanzen und Wirbellose Tiere. Bundesamt für Naturschutz.

Schwentner, M, Kubiak, M. (2019): Kartierung invasiver gebietsfremder Großkrebsarten (Crustacea: Decapoda) in der Freien und Hansestadt Hamburg. Behörde für Umwelt und Energie Amt für Naturschutz, Grünplanung und Energie (NGE 3).